Viele türkische Gerichte beginnen mit demselben Schritt: zuerst die Salça anrösten. Ob Bohneneintopf, Menemen, Ezme oder Mercimek Köftesi – Salça gibt Farbe und ein tiefes Aroma. Hier erfahren Sie, was der Unterschied zwischen Paprikamark (biber salçası) und Tomatenmark (domates salçası) ist, wofür Sie welche Sorte verwenden und wie Sie ein geöffnetes Glas richtig aufbewahren.
Salça-Sorten im Überblick
| Türkisch | Deutsch | Kurz erklärt |
|---|---|---|
| Tatlı biber salçası | Mildes Paprikamark / süße Paprikapaste | Aus roter Paprika, ohne Schärfe. → WeNatur Süße Paprikapaste 1000 g |
| Acı biber salçası | Scharfes Paprikamark / scharfe Paprikapaste | Aus scharfen Paprikaschoten, gibt Gerichten eine deutliche Schärfe. → WeNatur Scharfe Paprikapaste 1000 g |
| Domates salçası | Tomatenmark | Eingedickte Tomaten; fruchtig-säuerlich mit kräftigem Tomatengeschmack. → Tomatenmark (Domates Salçası) 1000 g |
| Antep ev yapımı salça | Paprikamark / Tomatenmark aus Antep | Besonders dickflüssige Salça nach Art von Gaziantep, scharf, mild oder aus Tomaten. → Scharfes Paprikamark aus Antep 1 kg, Mildes Paprikamark aus Antep 1 kg |
Paprikamark oder Tomatenmark – was ist der Unterschied?
Paprikamark entsteht, indem rote Paprika zerkleinert, gesalzen und eingedickt wird. Es ist vor allem in der Küche Südostanatoliens und Hatays verbreitet und fällt durch seine tiefrote Farbe und ein süßliches oder scharfes Paprikaaroma auf. Das scharfe Paprikamark aus Antep wird traditionell in der Sonne eingedickt. Tomatenmark wird aus Tomaten hergestellt und schmeckt säuerlicher und leichter. In vielen Hausgerichten kommen beide zusammen in den Topf: Tomatenmark für die Bindung, Paprikamark für Farbe und Aroma.
Tomatenmark finden Sie in jedem deutschen Supermarkt. Paprikamark gibt es meist nur in türkischen Supermärkten oder online – oft unter den Namen „Paprikapaste“ oder „Biber Salçası“.
Wofür verwendet man Salça?
- Menemen: Ein Löffel mildes oder scharfes Paprikamark gibt dem türkischen Rührei Farbe und Aroma. Zum Rezept: Menemen – türkisches Rührei.
- Kuru Fasulye (weißer Bohneneintopf): Mit Zwiebeln angeröstetes Tomaten- und Paprikamark bildet die Basis.
- Mercimek Köftesi: Rote Linsen und feiner Bulgur werden mit Zwiebeln und reichlich Paprikamark vermengt – daher die rote Farbe.
- Ezme und Kısır: Scharfes Paprikamark gehört mit Tomaten, Paprika, Petersilie und Granatapfelsirup in die Ezme; mildes Paprikamark gibt dem Bulgursalat Kısır seinen Charakter.
- Linsensuppe, Gemüseeintopf und Köfte: Schon wenig Salça gibt dem Gericht mehr Tiefe.
Tipp: Rösten Sie die Salça vor dem Weiterkochen etwa eine Minute in Öl an. So entfaltet sich das Aroma besser und der rohe Geschmack verschwindet.
Geöffnete Salça richtig aufbewahren
- Im Kühlschrank lagern: Nach dem Öffnen das Glas fest verschließen und kühl stellen.
- Ölschicht: Die Oberfläche glatt streichen und mit einer dünnen Schicht Olivenöl bedecken. So trocknet die Salça nicht aus und hat weniger Kontakt mit Luft.
- Sauberer, trockener Löffel: Niemals einen nassen oder benutzten Löffel ins Glas tauchen.
- Einfrieren: Große Gläser portionsweise in Eiswürfelformen einfrieren – so geben Sie direkt die benötigte Menge in den Topf.
Alle unsere Salça-Sorten und weitere Klassiker finden Sie in der Kategorie Traditionelle Lebensmittel.
Häufige Fragen
Was heißt Salça auf Deutsch?
Domates salçası heißt Tomatenmark, biber salçası Paprikamark oder Paprikapaste. „Acı“ bedeutet scharf, „tatlı“ mild bzw. süß.
Kann ich Paprikamark durch Tomatenmark ersetzen?
Ja, aber Geschmack und Farbe verändern sich. Tomatenmark ist säuerlicher, Paprikamark süßlicher und aromatischer; viele Rezepte kombinieren beide.
Warum gibt man Öl auf geöffnetes Paprikamark?
Eine dünne Ölschicht schützt die Oberfläche vor Luft, damit die Salça nicht austrocknet und keine Kruste bildet.
Kann man Salça einfrieren?
Ja. Portionsweise in Eiswürfelformen oder kleinen Dosen einfrieren und bei Bedarf gefroren direkt ins Gericht geben.
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